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Besuch beim Stratum0

In den letzten Jahren sind um Magdeburg herum einige Hackerspaces entstanden, das sublab in Leipzig, Terminal 21 in Halle und ganz frisch in diesem Jahr Stratum0 in Braunschweig. Stratum0 wurde von ungefähr1) 23 Leuten gegründet und hat jetzt etwa vierzig bis fünfzig Mitglieder. Braunschweig ist ähnlich groß wie Magdeburg und Potential und Interesse für einen Space sind dort ähnlich, Grund genug mal mit den Leuten in Kontakt zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. Da Tux und ich vorletzten Sonnabend auf einer Party in Braunschweig eingeladen waren, beschlossen wir, das angenehme mit dem nützlichen (und nicht weniger angenehmen) zu verbinden und dem Stratum0 mal einen Besuch abzustatten.

Der Kontakt war schnell hergestellt und da Sonnabend nachmittag meist sowieso wer im Stratum0 ist, die Zeit auch leicht verabredet. Die üblichen Anfahrtsschwierigkeiten in Zeiten moderner Navigationssysteme konnten überwunden werden und uns wurde freundlich Einlass gewährt. Verpeilt haben wir leider die Namen unserer zwei freundlichen Gastgeber, doch wir bekamen eine Führung durch die Räumlichkeiten und hatten dann etwa zwei Stunden Zeit für Nerdtalk, immer wieder durchsetzt mit Fragen zu Verein, Orga und ähnlichem.

Stratum0 ist, soweit ich das beurteilen kann, ein typischer Hackerspace. Die Tür lässt sich dank einer pfiffigen Bastelkonstruktion fernbedient öffnen, wenn man die Zugangsdaten kennt. Es begrüßen einen ein rosa Pony und ein Whiteboard mit Strichliste für den Matekonsum. In der »Lounge« stehen Sofas direkt neben Regalen voller wichtiger Technik (Router, Telefon, Access Point, …) und im großen Raum gibt es eine lange Werkbank mit allerlei Werkzeug und Gerät: Lötkolben, Netzgeräte, 3D-Drucker, Platinen, halb zerlegte LED-Displays – das übliche Zeug eben. Persönlicher Kram steht in gelabelten Kisten im Regal und die Space Invaders an der Wand dürfen nicht fehlen.

Der »große« Raum wird auch für regelmäßig2) stattfindende Vorträge genutzt. Mit 50 Leuten, die dann da wohl aufschlagen, wird's arg voll dort, man kann wohl sagen, dass dieses Angebot auf reges Interesse stößt. Außerdem regelmäßig: Stratum0 ist Sonnabend nachmittag ein »open space« d.h. offen für Besucher, womit speziell Nichtmitglieder gemeint sind, die sich das ganze mal anschauen wollen.

Später trudelten dann noch zwei weitere Mitglieder ein, legten ihre Füße auf dem A3-Laserdrucker ab und auch hier zeigte sich im Gespräch: in Braunschweig wird alles ziemlich locker gehandhabt. Das mag daran liegen, dass sie derzeit ihre Miete von lokalen IT-Unternehmen gesponsort bekommen oder sie sind halt so entspannt.

Mein persönliches Fazit: einfach loslegen, zwischendurch mal entspannt 'ne Mate trinken und auftretende Probleme werden unterwegs gelöst, dann klappt's auch mit dem Hackerspace. :-)

Update: Stratum0 hat derzeit 55 Mitglieder und bekommt nicht die ganze Miete gesponsort sondern etwa ein Viertel. (Quelle)

1) Genau genommen gab es zwei Gründungsversammlungen. Weil der Verein noch nicht eingetragen war, aber noch eine Satzungsänderung vorgenommen werden sollte, gründete man um die Kosten der Änderung zu sparen einfach nochmal, beim zweiten Mal dann mit 21 Leuten.
2) Alle 23 Tage.
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blog/besuch_beim_stratum0.txt · Zuletzt geändert: 2012-05-21 13:29 von alex