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Netz39 Blog

An dieser Stelle verkünden wir aktuelle Neuigkeiten zum Stand des Projekts. Schaut ab und zu rein, oder abonniert den RSS Feed.


Freie Termine

Einleitung

Bei Twitter status.net hängen diverse Leute rum, kennt man ja. @qbi vom Hackspace Jena hab ich in meiner Timeline und darüber bin ich über deren Seite gestolpert. Ins Auge sprang die automatisch generierte Liste von Terminen, den nächsten anstehenden »Veranstaltungen« im Hackerspace sozusagen und daneben stand ein Verweis auf grical.org. Moment, grical.org? Genau, das hatte ich letztes Jahr auf dem Linux-Tag gesehen und letztens beim Stammtisch davon berichtet.

Umsetzung

Darauf, dass sich irgendwer anders das ansieht, wollte ich nicht warten. Also flugs einen Account bei grical.org geklickt, die Gruppe Netz39 angelegt und ein paar Termine eingetragen. Soweit so einfach. Im Wiki von den Jenaern nachgeschaut, schien als würden sie das Plugin iCalendar verwenden. Das scheint aber noch nicht mit der aktuellen Version von Dokuwiki kompatibel zu sein. Beim Rumprobieren bin ich dann auf eine von den Jenaern selbst angepasste Version gestoßen: DokuWiki iCalendar Plugin. Die Installation und Anpassung derselben brachte aber immer noch kein zufriedenstellendes Ergebnis. Code Review des Plugins ergab, dass ich dort keine offensichtlichen Fehler feststellen konnte, also nochmal eine Nacht drüber schlafen. Heute früh dann die Erleuchtung: DokuWiki cached Seiten. Bisschen Google und zack: es gibt eine Anweisung ~~NOCACHE~~, die man mit in die Seite aufnimmt, dann cached das Wiki den extern abgeholten Kalender nicht mehr und schon erscheinen alle Einträge wie gewünscht. Als Beispiel hier mal die nächsten 4 Einträge ab heute, aber maximal 23 Tage in die Zukunft und bitteschön als Liste formatiert:

{{iCalendar>http://grical.org/s/?query=%21netz39+%7C+%23netz39&view=ical#from=today&showAs=list&numberOfEntries=4&previewDays=23}}

Beispiel

Das Ergebnis sähe dann so aus:

  • (Fri) 2014-10-24 18:00: Social Soljanka (Unsere offene, zweiwöchentliche, gemütliche Runde zum Nölen, Spielen und Schnacken.)
  • (Wed) 2014-11-05 19:30: Netz39 Plenum ( mod( KW, 3 ) == 0 ) (Unsere offene Runde für alle anliegenden Angelegenheiten. Gäste sind willkommen, Mitglieder erwünscht.)
  • (Fri) 2014-11-07 18:00 18:00- (Mon) 2014-11-10 17:00 17:00: Aaron Swartz Hackathon ()
  • (Fri) 2014-11-07 18:00: Social Soljanka (Unsere offene, zweiwöchentliche, gemütliche Runde zum Nölen, Spielen und Schnacken.)

Zusammenfassung

Eine Nacht Haare raufen, rumsuchen, probieren, denken, fluchen und schon werden alle Termine, die jemand bei grical.org mit dem Tag netz39 einträgt oder der Gruppe Netz39 hinzufügt automatisch auf der Startseite unseres Wikis angezeigt. Jetzt wo ich das vom Tisch hab, kann ich ja in Ruhe zu Oma Kaffee trinken fahren …

2012-11-25 12:55 · LeSpocky · 1 Kommentar · 0 Linkbacks

Fliegender Start

In kleiner Runde ist uns heute aufgefallen: wir haben einen Zeitpunkt verpasst! Nämlich den Zeitpunkt, an dem wir den Magdeburger Hackerspace offiziell als up and running bezeichnen. Schauen wir mal, was Voraussetzungen für einen aktiv laufenden Hackerspace sein könnten:

  • Räume
  • Internet
  • Kühlschrank mit Mate
  • Sitzgelegenheit
  • Tische
  • Werkzeuge inklusive Lötkolben
  • Projekte
  • aktive Leute
  • virtuelle Infrastruktur
  • Besuch

Bei Lichte betrachtet ist das alles vorhanden. Wer sich Twitter ansieht oder hier ein bisschen im Wiki stöbert, wird feststellen, dass wir mittlerweile in der Phase angekommen sind, in der die Leute nicht mehr nur zum Aufbauen und Organisieren in den Space gehen, sondern sich dort treffen und an Projekten arbeiten. Gelötet wurde schon, ebenso wie die Nacht durchprogrammiert. Es ist (fast) alles da und wird schon fleißig genutzt, nur haben wir es nicht »offiziell« angekündigt.

Wie schon von Anfang an immer wieder kommuniziert, ist jede eingeladen bei uns jetzt genau das zu tun, was ihr Spaß macht und genau an den Projekten zu basteln, für die sie sich den Space gewünscht hat. Also füllt den Space mit Leben und mit Euren coolen Projekten, die restlichen Aufbauarbeiten machen wir nebenbei. :-)

2012-11-21 23:00 · LeSpocky · 0 Kommentare · 0 Linkbacks

Besuch im Attraktor

Hamburg ist immer eine Reise wert und das Angenehme mit dem Nützlichen verbindend, hatten J05Y und ich am vergangenen Wochenende die Möglichkeit uns mal den Hacker- und Makerspace Attraktor anzusehen. Um am Sonnabend nachmittag nicht vor verschlossenen Türen zu stehen, verabredeten wir uns mit Jan vom CCC Hamburg, was den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass wir uns in seiner Begleitung auf den verschiedenen Ebenen der City Nord nicht verirrten.

Die Räume des Attraktor e.V. befinden sich in einer ehemaligen Filiale der Hamburger Sparkasse – eine gewisse Ironie der Geschichte, wenn man an den BTX-Hack denkt. Im Vergleich zu unseren Gegebenheiten in der Leibnizstraße 32 ist dort viel Platz, den großen Raum würde ich direkt mal auf etwa 200 m² schätzen. Dazu kommt noch ein Raum im Untergeschoss, der an die Lockpicker untervermietet wird und im Keller der geheime ehemalige Tresorraum. Die für uns interessanten Dinge spielten sich aber alle oben ab. Gleich im Eingangsbereich etwa findet sich die perfekte Rechtfertigung für unseren Couchtisch:

www.lespocky.de_fotos_cache_opensource_attraktor_img_4803_595.jpg

(Weitere Bilder hier so: LeSpocky.de :: Fotos | OpenSource | Attraktor)

Neben Plauderei, die weniger direkt den Space betraf, haben wir natürlich auch interessante Dinge erfahren. Zunächst mal wird in Hamburg scheinbar viel und häufig diskutiert, manchmal auch ohne konkretes Ergebnis. So wurde zwar aus praktischen Gründen an vielen Stellen die abgehängte Decke entfernt, was aber auf der anderen Seite zu höheren Heizkosten führte, jedoch in Folge dessen nicht etwa zu einer Wiederherstellung der Decke. Überhaupt sollen die Mietnebenkosten dort wohl nicht zu knapp sein, könnten wir direkt mal im Hinterkopf behalten.

Was den Werkstattbereich angeht, findet man im Attraktor diverse xy-Verfahrtische, u.a. auch eine Fräse, die twittert. Organisatorisch ist hier herauszustellen, dass es keine dedizierten Kisten für einzelne Mitglieder gibt, wie etwa im Stratum0. Vielmehr darf jeder nehmen, was er benötigt, und spendet dann einen angemessenen Betrag in die Werkstatt-Kasse. Gerade bei wenig Platz könnte das eine Lösung sein um nicht viel Zeug einerseits doppelt und andererseits unzugänglich in persönlichen Kisten zu lagern. Alles in allem scheint der Attraktor werkstattseitig gut ausgestattet zu sein, aber das würde ich von einem Verein, der sich Makerspace auf die Fahnen schreibt, auch erwarten. ;-)

Der viele Platz ermöglicht den Nordlichtern direkt in ihren Räumen Vorträge abzuhalten, was wohl auch ab und zu genutzt wird. Fünfzig Leute wirken hier wohl fast noch verloren, während Stratum0 bei der Menge aus allen Nähten platzen würde. Mal sehen, wie wir das im Netz39 organisieren, eine Idee war ja, Vortragsreihen zwar unter unserer Flagge, aber in externen Räumen stattfinden zu lassen. Die Glücklichen wissen nur noch nichts davon. ;-)

Alles in allem waren das zwei spannenden Stunden im Attraktor, danke nochmal an Jan für's Rumführen. Mir persönlich kam's abseits vom Werkstattbereich dort etwas chaotisch vor und zudem war der Tischkicker überhaupt nicht technisch aufgemotzt eins elf! Die eine oder andere interessante Idee konnten wir aber mitnehmen. Die angesprochenen Punkte könnt Ihr dann gern hier oder auf der Mailingliste diskutieren. 8-)

Wir haben einen Raum.

Wir haben seit heute früh um 08:00 einen Raum in der Leibnizstraße 32! Es kann also los gehen. Wir brauchen jede Hilfe: Werkzeuge, Putzutensilien, Hacker und Haecksen. Eine Gruppe ist heute dabei den alten gammligen Tresen herauszuarbeiten. Eine TODO-Liste hängt im Space.

Besuch beim Stratum0

In den letzten Jahren sind um Magdeburg herum einige Hackerspaces entstanden, das sublab in Leipzig, Terminal 21 in Halle und ganz frisch in diesem Jahr Stratum0 in Braunschweig. Stratum0 wurde von ungefähr1) 23 Leuten gegründet und hat jetzt etwa vierzig bis fünfzig Mitglieder. Braunschweig ist ähnlich groß wie Magdeburg und Potential und Interesse für einen Space sind dort ähnlich, Grund genug mal mit den Leuten in Kontakt zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. Da Tux und ich vorletzten Sonnabend auf einer Party in Braunschweig eingeladen waren, beschlossen wir, das angenehme mit dem nützlichen (und nicht weniger angenehmen) zu verbinden und dem Stratum0 mal einen Besuch abzustatten.

Der Kontakt war schnell hergestellt und da Sonnabend nachmittag meist sowieso wer im Stratum0 ist, die Zeit auch leicht verabredet. Die üblichen Anfahrtsschwierigkeiten in Zeiten moderner Navigationssysteme konnten überwunden werden und uns wurde freundlich Einlass gewährt. Verpeilt haben wir leider die Namen unserer zwei freundlichen Gastgeber, doch wir bekamen eine Führung durch die Räumlichkeiten und hatten dann etwa zwei Stunden Zeit für Nerdtalk, immer wieder durchsetzt mit Fragen zu Verein, Orga und ähnlichem.

Stratum0 ist, soweit ich das beurteilen kann, ein typischer Hackerspace. Die Tür lässt sich dank einer pfiffigen Bastelkonstruktion fernbedient öffnen, wenn man die Zugangsdaten kennt. Es begrüßen einen ein rosa Pony und ein Whiteboard mit Strichliste für den Matekonsum. In der »Lounge« stehen Sofas direkt neben Regalen voller wichtiger Technik (Router, Telefon, Access Point, …) und im großen Raum gibt es eine lange Werkbank mit allerlei Werkzeug und Gerät: Lötkolben, Netzgeräte, 3D-Drucker, Platinen, halb zerlegte LED-Displays – das übliche Zeug eben. Persönlicher Kram steht in gelabelten Kisten im Regal und die Space Invaders an der Wand dürfen nicht fehlen.

Der »große« Raum wird auch für regelmäßig2) stattfindende Vorträge genutzt. Mit 50 Leuten, die dann da wohl aufschlagen, wird's arg voll dort, man kann wohl sagen, dass dieses Angebot auf reges Interesse stößt. Außerdem regelmäßig: Stratum0 ist Sonnabend nachmittag ein »open space« d.h. offen für Besucher, womit speziell Nichtmitglieder gemeint sind, die sich das ganze mal anschauen wollen.

Später trudelten dann noch zwei weitere Mitglieder ein, legten ihre Füße auf dem A3-Laserdrucker ab und auch hier zeigte sich im Gespräch: in Braunschweig wird alles ziemlich locker gehandhabt. Das mag daran liegen, dass sie derzeit ihre Miete von lokalen IT-Unternehmen gesponsort bekommen oder sie sind halt so entspannt.

Mein persönliches Fazit: einfach loslegen, zwischendurch mal entspannt 'ne Mate trinken und auftretende Probleme werden unterwegs gelöst, dann klappt's auch mit dem Hackerspace. :-)

Update: Stratum0 hat derzeit 55 Mitglieder und bekommt nicht die ganze Miete gesponsort sondern etwa ein Viertel. (Quelle)

1) Genau genommen gab es zwei Gründungsversammlungen. Weil der Verein noch nicht eingetragen war, aber noch eine Satzungsänderung vorgenommen werden sollte, gründete man um die Kosten der Änderung zu sparen einfach nochmal, beim zweiten Mal dann mit 21 Leuten.
2) Alle 23 Tage.
blog.txt · Zuletzt geändert: 2012-05-11 09:44 von alex